Mehr als die klassische Steuerberatung

24.03.2020

Die Wahrheit in der Illusion – Über die Frage, wer man sein will

Corona, Corona, Corona. Seit sich dieser verdammte Virus ausgebreitet hat, ist alles anders. Mein Versicherungsbüro habe ich vergangenen Mittwoch das letzte Mal von innen gesehen. Ich weiß gar nicht mehr, ob dort ein Tierbaby-Kalender hängt oder Pirelli-Motive die Abreißblätter zieren. Vielleicht nutzen meine technischen Geräte die unbeobachtete Zeit, sich zu vermehren. Dann könnte ich die frischen Tablets, Scanner und Drucker gewinnbringend verkaufen – und so meine Verluste abfedern. Ich schaue doppelt so viel fern wie üblich. Der Wohnzimmersessel hat zwei ergonomische Sitzmulden herausgebildet, in die meine Pobacken nahtlos einrasten. So auch in diesem Moment. Zwei Bachelor-Kandidatinnen schildern gerade, warum es in ungewissen Zeiten noch wichtiger sei, an die wahre Liebe zu glauben, dabei stoßen sie in einem Jacuzzi mit einem Prosecco an. 


Ich drehe mich nach rechts, möchte mir einen weiteren Schluck meines Frust-Biers gönnen, als ich aufschrecke. Neben mir steht plötzlich ein rüstiger Pinselaktivist. Inmitten meines Wohnzimmers hat er eine Staffelei aufgebaut. Er trägt eine Schamhaarfrisur und muss das Prinzip der Flower-Power komplett verinnerlicht haben. Er säuselt ständig etwas von „Little Trees“ und „Happy Clouds“, versucht sich trotzdem recht geschickt an einem Waldgemälde. Der scheinbar gut behanfte Hobby-Rubens zieht eine Fernbedienung aus seiner Cordhosentasche. Er zappt auf die Elf, das ist ARD-Alpha. Ein Sender, der in unserem Haushalt ähnlich unpräsent ist wie vegane Salami oder Bügelbretter für Männer. Doch das Programm, das er angewählt hat, kenne ich: „Bob Ross – The Joy of Painting“. 
Er wechselt vom Murmel-Modus in eine kapital klingende Stimme: „Hast du dich auch schon mal selbst eingeschaltet?“, lacht er mich an. Ich schweige. „Die Menschen sollten es machen wie ich und diese schwierige Phase nutzen, um von dem wilden Getöse und der unbändigen Hektik, die sie sonst umgibt, abzuschalten. Sie sollten sich in ihren eigenen vier Wänden Dingen widmen, die sie glücklich machen.“ Ich finde richtig, was er sagt, und lausche ihm gebannt. „Schau her, Robert!“ Er drückt auf den „Exit“-Knopf. Tausende Hamster rennen ins Bild. Sie zerren an Bobs Schnürsenkeln, zerbeißen seine Hose, springen tollwütig an ihm hoch. „Hamsterkäufe!“, sticht er seinen Pinsel energisch in die Luft. „Wie du siehst, manchmal rächt es sich, nur an sich zu denken. Es gibt genug Klopapier, Nudeln und Tomatensauce für jeden, auch für…“ 


Rrrrrring. Rrrrrring. Ich reiße die Augen auf. Das Telefon klingelt. Habe ich nur geträumt? Bob Ross steht nicht mehr in meinem Wohnzimmer. Bilde ich mir nur ein, dass ein übler Virus die ganze Welt heimsucht? Ich hebe ab. Meine Frau berichtet mir von einem Testergebnis: negativ. Ich begreife, dass der zweite Teil kein Traum war. Ich freue mich mit ihr. Wir müssen jetzt zusammenhalten. Alle. Mein Steuerberater Roland Wilm hat mir angeboten, ihn entweder vormittags telefonisch oder per Mail und Fax rund um die Uhr zu kontaktieren, wenn bei akuten rechtlichen Fragen Not am Mann ist. Ich erhebe mich aus dem Sessel und laufe in die Küche, um meiner Frau eine Gemüsesuppe zuzubereiten. Hinter der Tür erblicke ich ein Waldgemälde…


Wie hat Ihnen unser Artikel gefallen?

Wir freuen uns auf Ihr Feedback entweder an die Steuerkanzlei Wilm oder an unseren Gast-Autor Dr. André Gärisch direkt.

Kontakt zu uns

Steuerkanzlei Wilm
Dipl.-Kfm. Roland Wilm
Steuerberater
Veitsberg 2
97618 Hohenroth 

Tel: 09771 / 63 07 99-3
Fax: 09771 / 63 07 99-4

Öffnungszeiten

Mo - Do: 08:00 - 16:00 Uhr
Fr: 08:00 - 12:00 Uhr

 

Telefonische Sprechzeiten

Mo - Fr: 09:00 - 12:00 Uhr

Newsletter

Bitte beachten Sie die Datenschutzrichtlinien

Anfrage erfolgreich.

Zurück
Login

Bitte überprüfen Sie Ihre Eingaben.

Bitte beachten Sie die Datenschutzrichtlinien

Sie sind eingeloggt.

Zurück

Beim Anmelden ist ein Fehler aufgetreten