Mehr als die klassische Steuerberatung

17.12.2020

„King Cornelius“ – im Gefecht mit dem Herrscher über das Puzzle

Meine Augen sind versunken in einen Fitzek-Thriller. Sie ragen bewusst nicht über den oberen Klappenrand des Buches. Ohnehin müsste das blutrünstige Cover für diesen besserwissenden Bengel Hinweis genug sein, mich in Ruhe zu lassen. Pia Bartholdy, die beste Freundin meiner Frau, ist zu Gast – und ihr achtjähriger Sohn Cornelius, der nicht Conny genannt werden möchte. Seine Mutter wollte mit Angela ein persönliches Gespräch führen. Also verschwanden die beiden nach oben. Nun sitze ich also am Esstisch mit diesem scheitelfrisierten Rentierpollunderträger, und hoffe, dass er die funkelnden Christbaumkugeln kontaktiert, die vor dem Fenster baumeln – und nicht mich. 

 

Es musste ja so kommen: „Herr Taxing, können Sie puzzeln?“, fragt er mich keck. „Ich hole dir gerne ein Puzzle“, antworte ich neunmalfreundlich. „Nein, nein, Herr Taxing“, erwidert er, „Ich möchte gegen Sie puzzeln, nicht vor Ihnen.“ Ich lege das Buch weg. In meinen Gedanken blinken die vorwurfsvollen Augen meiner Frau auf, die wissen will, warum ich das Miteinander verweigert habe. Kalkulierend ergebe ich mich: „Aber natürlich puzzle ich mit dir, Cornelius.“ Ich stehe auf, tapere zum Spieleschrank und mustere in der Erinnerung, dass Conny zwei Klassen übersprungen hat, die Auswahl. Bei aller Liebe: Verlieren muss nicht sein. Daher greife ich für ihn vorsorglich ein Titanic-Puzzle mit 600 Teilen aus dem Schrank; für mich das Dschungelbuch: 500 Teile. 

 

Wie erwartet, legt Conny los wie die Feuerwehr. Mir sitzt in diesen Minuten kein Kind gegenüber, sondern ein heranwachsender Algorithmus. Während er ein Teil nach dem anderen ansteckt, tippt er immer wieder auch auf Puzzleteile von mir, und die dazugehörigen freien Stellen. Ich beginne zu köcheln. Nach zwanzig Minuten ist die Titanic schon fast abfahrbereit; von meinem Platz frohlocken hingegen lediglich ein paar schüchterne Urwaldwipfel. „Mein Papa ist schneller als Sie“, kommentiert Cornelius. Kurz darauf gönnt er sich eine Pause. Er muss für kleine Streber. Er fordert mich auf, nicht weiterzumachen. Sicher, geht klar. Die gewonnene Zeit wird genutzt. Ich laufe zum Spieleschrank, öffne die Schachtel eines Yacht-Puzzles und fische ein Dutzend Teile heraus. Kapitän, Segel, Meer – alles ein bisschen Titanic. Fair genug. 

 

Ich gehe zurück und träufle sie sorgsam über seinen Stapel – und vergrößere so die Herausforderung für meinen jungen Freund. Hämisch grinsend setze ich mich auf meinen Stuhl, stiere höflich die Tür an und warte, bis Conny zurückkehrt. Zwei Minuten später ist es soweit. Doch in den Raum stürzt nicht nur er – sondern auch Angela und Pia. Cornelius weint. „Das machst du nie wieder, Robert“, wütet meine Frau. „Cornelius, du bekommst gleich frisch gebackene Plätzchen. Und Robert, du bestellst ihm ein Puzzle zu Weihnachten.“ Pia streichelt ihrem Sohn über beide Backen. Dann verlässt das Trio geschlossen die Szenerie. Doch vorher blickt Cornelius über die Schulter zu mir, deutet auf seine Augen, auf das Schlüsselloch und wackelt süffisant mit den Brauen. 

 

Ich betrachte einige Minuten mit leerem Kopf die Zunge von Schlange Kaa. Dann verziehe ich mich in mein Arbeitszimmer. Ablenkung tut jetzt gut. Ich widme mich den Belegen, die mein Steuerberater Roland Wilm benötigt, um meine Steuererklärung zu erstellen. Die muss ich zwar auch zusammensuchen, aber für die perfekte Ordnung sorgt er. Bei ihm sitzt jeder Zug. Gott sei Dank. Abschließend wünsche ich Ihnen, in diesen schwierigen Zeiten den Humor bewahren zu können. Das wirkt manchmal Wunder – das weiß ich aus eigener Erfahrung. Auf ein besinnliches Weihnachtsfest und ein neues Jahr voller Hoffnung! 


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