Mehr als die klassische Steuerberatung

22.07.2019

Sind die Gedanken noch am schwanken, wird der Hund bereits gesund

Die Wurstfingerfäuste des Tankstellenpächters fliegen in sattem Tempo auf die Theke. Seine Augäpfel schieben sich aus der warmen Lidstube an die frische Luft; die freigelegten Äderchen pulsieren Beifall. „Sie sind gefeuert!“, kesselt er meinen zukünftigen Schwiegersohn an. „Dass Sie ständig zu spät kommen, ist schlimm genug. Doch was Sie letzte Woche angerichtet haben, krönt Sie zum Meister aller Dummheitsklassen.“ David hatte auf Wunsch den Corsa einer Achtundachtzigjährigen durch die Waschanlage gefahren. Dass hinten ein Fenster offen stand und im Kofferraum zwischen Grabkerzen und Weinflaschen ein Königspudel hauste, entging ihm. Seit dem feucht-dramatischen Höllentrip leidet der feinfühlige Lockenträger an chronischem Zittern und erbricht sich jedes Mal, wenn er einen Esso-Tiger sieht. Nun stand David wieder ohne Broterwerb da. Sein nächster Plan: mich in seine Gelegenheitsjob-Schnitzeljagd einzubinden.

 

Wir sitzen uns in einem Testlabor der medizinischen Hochschule gegenüber; als Probanden eines Experiments mit dem Titel „Elektrostimulative Gedankenübertragung“. Der Untersuchungsleiter zieht zwei mit Saugnäpfen versehene Kabel aus seiner Kitteltasche und klebt sie uns an die Schläfen. „Sie sind nun miteinander verbunden“, juchzt er. Danach schaut er mich konzentriert an: „Sie hören gleich einen Countdown. Bei ‚Jetzt‘ denken Sie zehn Sekunden an einen bestimmten Satz Ihrer Wahl.“ Ich nicke. Und warte. Drei, zwei, eins, jetzt! Ich schließe die Augen und presse meine Lippen zusammen, um den Satz aus tiefster Seele zu fühlen. „Warum hast Du den Pudel übersehen? David, warum hast Du den verdammten Pudel übersehen?“ David schweigt; sein Kinn sackt auf das Brustbein. Simuliert er, einzunicken, um eine Stellungnahme zu umschiffen? Hatte er gestern mit den Jungs aus dem Heavy-Metal-Forum zu lange gefeiert? Augenringe, Schlafwagenblick und fettige Haare geben keine Hinweise – so sehe ich ihn schließlich tagtäglich.

 

„Herr Gärtner, was hat Ihnen Herr Taxing gesendet?“ Keine Reaktion. Der Professor klopft ihm auf die Schulter. Davids Augen öffnen sich einen winzigen Spalt. Schildkrötenartig hebt er seinen Kopf. Noch bevor er sich erklären kann, rüffelt ihn der Wissenschaftler. „Ich glaube, Sie sind nicht in der Lage, das Experiment fortzusetzen.“ Er bricht den Versuch enttäuscht ab. „Dieser Kerl ist zu blöd, Proband zu sein“, grummle ich. Der Professor nimmt uns das Geschirr ab. Wir gehen. Schweigend steuern wir den Parkplatz an. Am Steuer ergreift David das Wort: „Ich bin nicht zu blöd, Proband zu sein; der gespielte Schwächeanfall war eine Kurzschlusshandlung, weil ich mit Deiner völlig unangebrachten Frage überfordert war. Die ausstehende Therapie für den Hund habe ich der alten Dame übrigens aus eigener Tasche bezahlt.“ Mich überkommt ein Schauer: Gedankenübertragung. Und David offenbart mir endlich seine vernünftige Seite. Vielleicht gibt es Hoffnung. Für mich und meine Tochter.

 

Auf der Heimfahrt beschließe ich, dem Professor die Wahrheit mitzuteilen. Zu spät sehe ich meinen Steuerberater Roland Wilm an der Ampel stehen; ich verpasse, ihn zu grüßen. Das wird er mir verzeihen. Mit ihm bin ich auch ohne technologische Unterstützung auf einer Wellenlänge. Bei Beratungsgesprächen nimmt er die Fragen, die mich beschäftigen, fast schon hellseherisch vorweg. Egal, ob es um die günstigste Steuerklasse, den ordnungsgemäßen Aufbau von Rechnungen oder die digitale Buchführung geht. Es fühlt sich gut an, auf die richtigen Fragen kompetente Antworten zu erhalten.


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